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Kaolin, kalziniertes Kaolin, gewaschenes Kaolin, Metakaolin.

Zu den Anwendungsgebieten von Kaolin gehören:
Als unverzichtbarer mineralischer Rohstoff für Dutzende von Industrien, wie etwa die Papierherstellung, die Keramik-, die Gummi-, die chemische Industrie, die Beschichtungs-, die Medizin- und die Landesverteidigung, besitzt Kaolin eine gewisse Plastizität, die den keramischen Tonkörper dreh-, verfugungs- und formbar macht.

Die Rolle von Kaolin in der Keramik besteht darin, Al2O3 einzuführen, welches die Bildung von Mullit begünstigt und dessen chemische Stabilität und Sinterfestigkeit verbessert.

Beim Sintern zersetzt sich Kaolin in Mullit, das das Hauptgerüst für die Festigkeit des Grünlings bildet, die Verformung der Produkte verhindert, den Brenntemperaturbereich erweitert und dem Grünling eine gewisse Weiße verleiht.

Metakaolin (kurz MK) ist ein wasserfreies Aluminiumsilikat (Al₂O₃ · 2SiO₂, kurz AS₂), das durch Dehydratisierung von Kaolin (Al₂O₃ · 2SiO₂ · 2H₂O, kurz AS₂H₂) bei einer geeigneten Temperatur (600–900 °C) entsteht. Kaolin besitzt eine Schichtsilikatstruktur, deren Schichten durch Van-der-Waals-Kräfte zusammengehalten werden, in denen OH⁻-Ionen fest gebunden sind. Beim Erhitzen an der Luft verändert sich die Struktur von Kaolin mehrfach. Bei etwa 600 °C wird die Schichtstruktur durch Dehydratisierung zerstört, wodurch eine Übergangsphase von Metakaolin mit geringer Kristallinität entsteht. Aufgrund der unregelmäßigen Molekülanordnung befindet sich Metakaolin in einem thermodynamisch metastabilen Zustand und kann unter geeigneten Bedingungen gelieren.

Metakaolin ist ein hochaktives mineralisches Zusatzmittel. Es handelt sich um ein amorphes Aluminiumsilikat, das durch Kalzinierung von ultrafeinem Kaolin bei niedriger Temperatur entsteht. Es besitzt eine hohe puzzolanische Aktivität, wird hauptsächlich als Betonzusatzmittel eingesetzt und kann auch zur Herstellung von Hochleistungs-Geologiepolymeren verwendet werden.

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Veröffentlichungsdatum: 05.01.2023