Kaolin ist ein nichtmetallisches Mineral, genauer gesagt eine Tonart, die hauptsächlich aus Tonmineralien der Kaolinitgruppe besteht. Aufgrund seines weißen und feinen Aussehens wird es auch als Baiyun-Boden bezeichnet. Benannt ist es nach dem Dorf Gaoling in Jingdezhen, Provinz Jiangxi.
Reines Kaolin ist weiß, fein und ähnelt Mollisol. Es zeichnet sich durch gute Plastizität, Feuerbeständigkeit und weitere physikalische und chemische Eigenschaften aus. Seine mineralische Zusammensetzung besteht hauptsächlich aus Kaolinit, Halloysit, Hydromica, Illit, Montmorillonit, Quarz, Feldspat und anderen Mineralien. Kaolin findet breite Anwendung in der Papier-, Keramik- und Feuerfestindustrie, gefolgt von Beschichtungen, Gummifüllstoffen, Emailglasuren und Rohstoffen für Weißzement. In geringeren Mengen wird es in Kunststoffen, Farben, Pigmenten, Schleifscheiben, Bleistiften, Kosmetika, Seifen, Pestiziden, Pharmazeutika, Textilien, der Erdöl-, Chemie- und Baustoffindustrie sowie im Verteidigungsbereich und anderen Industriezweigen eingesetzt.
Kaolinminerale bestehen aus Kaolinit, Dickit, Perlmuttstein, Halloysit und anderen Kaolinit-Clustermineralen, wobei Kaolinit der Hauptmineralbestandteil ist.
Die Kristallchemieformel von Kaolinit lautet 2SiO₂ · Al₂O₃ · 2H₂O, seine theoretische Zusammensetzung 46,54 % SiO₂, 39,5 % Al₂O₃ und 13,96 % H₂O. Kaolinminerale gehören zu den 1:1-Schichtsilikaten und bestehen hauptsächlich aus Siliziumtetraedern und Aluminiumoktaedern. Die Siliziumtetraeder sind über gemeinsame Eckwinkel in zwei Dimensionen zu einem hexagonalen Gitter verbunden, wobei die nicht von jedem Siliziumtetraeder geteilten Sauerstoffatome jeweils einer Seite zugewandt sind. Die 1:1-Einheitsschicht besteht aus Siliziumtetraeder- und Aluminiumoktaederschichten, die über gemeinsame Sauerstoffatome an den Spitzen der Siliziumtetraeder verbunden sind.
Veröffentlichungsdatum: 02.08.2023

