Eisenoxidpigmente zeichnen sich durch gute Dispergierbarkeit, hervorragende Licht- und Witterungsbeständigkeit aus. Man unterscheidet hauptsächlich vier Arten von Eisenoxidpigmenten: Eisenoxidrot, Eisenoxidgelb, Eisenoxidschwarz und Eisenoxidbraun. Eisenoxidrot ist das Hauptpigment (mit einem Anteil von ca. 50 %). Auch Glimmereisenoxid (als Rostschutzpigment) und magnetisches Eisenoxid (für magnetische Aufzeichnungsmaterialien) zählen zu dieser Gruppe. Eisenoxid ist nach Titandioxid das zweithäufigste anorganische Pigment und zugleich das am häufigsten verwendete farbige anorganische Pigment. Über 70 % aller verbrauchten Eisenoxidpigmente werden chemisch-synthetisch hergestellt (synthetisches Eisenoxid). Aufgrund seiner hohen Reinheit, einheitlichen Partikelgröße, breiten Farbpalette, des günstigen Preises, der Ungiftigkeit, der hervorragenden Farb- und Anwendungseigenschaften sowie der UV-Absorption findet synthetisches Eisenoxid breite Anwendung in Baustoffen, Beschichtungen, Kunststoffen, Elektronik, Tabakwaren, Medizin, Gummi, Keramik, Druckfarben, Magnetmaterialien, Papierherstellung und weiteren Bereichen. Eisenoxidpigmente finden aufgrund ihrer Ungiftigkeit, Farbbeständigkeit, geringen Kosten und der Möglichkeit, verschiedene Farbtöne zu erzeugen, breite Anwendung in Lacken, Farben und Tinten. Lacke bestehen aus filmbildenden Substanzen, Pigmenten, Füllstoffen, Lösemitteln und Additiven. Die Entwicklung reichte von ölbasierenden Lacken bis hin zu Kunstharzlacken, und der Einsatz von Pigmenten, insbesondere von Eisenoxidpigmenten, ist für viele Lacke unerlässlich. Sie haben sich zu einer unverzichtbaren Pigmentart in der Lackindustrie entwickelt.
Zu den in Beschichtungen verwendeten Eisenoxidpigmenten gehören Eisengelb, Eisenrot, Eisenbraun, Eisenschwarz, Glimmereisenoxid, transparentes Eisengelb, transparentes Eisenrot und durchscheinende Produkte, wobei Eisenrot in großen Mengen und in einer breiten Palette die wichtigste Rolle spielt.
Eisenrot zeichnet sich durch hervorragende Hitzebeständigkeit aus, verfärbt sich bei 500 °C nicht und behält seine chemische Struktur auch bei 1200 °C bei, was es extrem stabil macht. Es absorbiert ultraviolettes Licht und schützt so die Beschichtung. Zudem ist es beständig gegen verdünnte Säuren, Laugen, Wasser und Lösungsmittel und bietet daher eine gute Witterungsbeständigkeit.

Veröffentlichungsdatum: 02.08.2023

