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Eisenoxidpigmente finden aufgrund ihrer Ungiftigkeit, Farbbeständigkeit, geringen Kosten und der Möglichkeit, verschiedene Farbtöne zu erzeugen, breite Anwendung in Lacken, Farben und Tinten. Lacke bestehen aus filmbildenden Substanzen, Pigmenten, Füllstoffen, Lösemitteln und Additiven. Die Entwicklung reichte von ölbasierenden Lacken bis hin zu Kunstharzlacken, und der Einsatz von Pigmenten, insbesondere von Eisenoxidpigmenten, ist für viele Lacke unerlässlich. Sie haben sich zu einer unverzichtbaren Pigmentart in der Lackindustrie entwickelt.

Zu den in Beschichtungen verwendeten Eisenoxidpigmenten gehören Eisengelb, Eisenrot, Eisenbraun, Eisenschwarz, Glimmereisenoxid, transparentes Eisengelb, transparentes Eisenrot und durchscheinende Produkte, wobei Eisenrot in großen Mengen und in einer breiten Palette die wichtigste Rolle spielt.
Eisenrot zeichnet sich durch hervorragende Hitzebeständigkeit aus, verfärbt sich bei 500 °C nicht und behält seine chemische Struktur auch bei 1200 °C bei, was es extrem stabil macht. Es absorbiert ultraviolettes Licht und schützt so die Beschichtung. Zudem ist es beständig gegen verdünnte Säuren, Laugen, Wasser und Lösungsmittel und bietet daher eine gute Witterungsbeständigkeit.

Die Korngröße von Eisenoxidrot beträgt 0,2 μm, die spezifische Oberfläche und die Ölaufnahme sind ebenfalls groß. Mit zunehmender Korngröße verschiebt sich die Farbe von Rot nach Violett, während die spezifische Oberfläche und die Ölaufnahme abnehmen. Eisenoxidrot findet breite Anwendung in Rostschutzbeschichtungen mit physikalischer Schutzwirkung. Luftfeuchtigkeit kann nicht in die Metallschicht eindringen, wodurch die Dichte und die mechanische Festigkeit der Beschichtung erhöht werden.
Der Anteil des in Rostschutzfarben verwendeten wasserlöslichen Eisen(III)-Salzes sollte niedrig sein, da dies die Rostschutzwirkung verbessert. Bei einem Anstieg der Chloridionen dringt Wasser leichter in die Beschichtung ein und beschleunigt gleichzeitig die Metallkorrosion.

Metalle reagieren sehr empfindlich auf Säuren. Liegt der pH-Wert von Harz, Pigment oder Lösungsmittel in der Farbe unter 7, wird die Metallkorrosion begünstigt. Nach längerer Sonneneinstrahlung neigt die Beschichtung mit Eisenrotfarbe zum Abblättern. Besonders Eisenrot mit feiner Körnung blättert schneller ab. Daher sollte Eisenrot mit größerer Körnung gewählt werden, um die Witterungsbeständigkeit zu verbessern. Dies kann jedoch den Glanz der Beschichtung beeinträchtigen.

Die Farbveränderung des Decklacks wird üblicherweise durch die Ausflockung einer oder mehrerer Pigmentkomponenten verursacht. Häufige Ursachen für die Ausflockung sind eine unzureichende Benetzbarkeit des Pigments und ein zu hoher Anteil an Netzmitteln. Nach der Kalzinierung neigt das Pigment stark zur Ausflockung. Um eine gleichmäßige und konsistente Decklackfarbe zu gewährleisten, empfiehlt sich daher die Nasssynthese von Eisenrot. Die aus nadelförmigem, kristallinem Eisenrot bestehende Lackoberfläche neigt zur Mercerisierung. Die beim Lackieren entstehenden Streifen sind aus verschiedenen Blickwinkeln mit unterschiedlichen Farbintensitäten sichtbar und hängen mit den unterschiedlichen Brechungsindizes der Kristalle zusammen.

Im Vergleich zu Naturprodukten weist synthetisches Eisenoxidrot eine höhere Dichte, feinere Körnung, höhere Reinheit, besseres Deckvermögen, höhere Ölaufnahmefähigkeit und stärkere Farbkraft auf. In einigen Lackrezepturen wird natürliches Eisenoxidrot zusammen mit synthetischen Produkten verwendet, beispielsweise in Eisenoxidrot-Alkyd-Grundierungen, die zur Grundierung von Eisenoberflächen wie Fahrzeugen, Maschinen und Instrumenten eingesetzt werden.

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Veröffentlichungsdatum: 26. Juni 2023